Kodak meldet Insolvenz an

Wie Reuters heute vermeldet, musste Eastman Kodak am Donnerstag einen Insolvenz anmelden (Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts). Das bedeutet noch nicht das zwangsläufige Ende des Digitalfotografie-Pioniers. Kodak hat nun etwas Zeit ohne seine Gläubiger bedienen zu müssen, sein Unternehmen umzubauen. Die Citigroup stellt mit einer Kreditlinie von 950 Millionen Dollar den Betrieb der Firma mit 17.000 Mitarbeitern vorerst sicher. Nicht betroffen von der Pleite sind alle Konzern-Töchter außerhalb der USA.

“Der Verwaltungsrat und das gesamte Management glauben einstimmig, dass dies ein notwendiger Schritt ist, und richtig für die Zukunft von Kodak”, erklärte Kodak-Chef Antonio Perez. Kodak rechnet damit, den Gläubigerschutz bis 2013 hinter sich zu lassen.

Auf Kodak wartet keine leichte Aufgabe: Die Vermögenswerte lagen per Ende September bei 5,1 Milliarden Dollar, die Verbindlichkeiten bei 6,75 Milliarden Dollar. Als Kronjuwel gelten die rund 1100 Patente – etwa für digitale Bilder. Dieses Know-how kommt Kodak zufolge de facto in fast allen Geräten wie Digitalkameras, Smartphones oder Tablet PCs zum Einsatz. Zudem hat Kodak ein Patent für die Technologie zum Drucken von Bildern entwickelt. Die Firma will sich nun bemühen, zumindest für einen Teil der Patente Käufer zu finden, um Geld in die Kasse zu bekommen. Insbesondere die Kostenstruktur muss auf den Prüfstand. Angesichts seiner vielen Standorte und hohen Zahl an Mitarbeitern hat Kodak immense Fixkosten.

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