Paperworld: Ninestar entwickelt eigene Drucker

Paukenschlag auf der diesjährigen Paperworld in Frankfurt: Der chinesische Druckerpatronehersteller Ninestar kündigte an Ende diesen Jahres einen eigenen Tintenstrahldrucker auf dem Markt zu bringen. Seit 5 Jahren entwickle man an einem Drucker, um so eigene Original-Druckerpatronen vermarkten zu können. Ninestar möchte die Regel “für billige Drucker gibt’s teure Patronen” umkehren in “für einen teuren Drucker gibt es billige Druckerpatronen”. Danach möchte Ninestar auch eigene Laserdrucker entwickeln.

Was gab es sonst noch von der Paperworld zu berichten? Jettec und Ninestar kündigen jetzt schon einmal PGI-520 und CLI-521 Patronen mit Chip an. Jettec wird die Chips wieder von Static-Control und Ninestar die Chips selbst entwickeln. In Canon-Chips-Knacken haben beide schließlich einige Erfahrung gesammelt. Das Entschlüsseln der CLI-8/PGI-5 Chips hat immerhin 2 Jahre gedauert. Bisher gibt es PGI-520 und CLI-521 kompatible Patronen von Peach. Diese sind ohne Chip und funktionieren, wenn man den Originalchip in die Peach-Patronen schiebt. KMP und Ninestar werden in den nächsten Tagen ebenfalls chiplose CLI-521/PGI-520 anbieten. Jettec verzichtet darauf und stürzt sich gleich auf die Entwicklung der Patronen mit Chip.

Im Tonerbereich punktet ebenfalls Ninestar mit Neuheiten. So bietet man als einer der ersten Anbieter kompatible TN-135-Toner für die aktuellen Brother Farblaserdrucker an. Auch für die neueste HP-Einsteiger-Farblaserdruckerserie bietet Ninestar kompatible Toner an. Angesprochen auf eventuelle patentrechtliche Schwierigkeiten, versicherte Ninestar, dass sie mit Brother und Samsung bereits Vereinbarungen getroffen haben, Tonerkartuschen nachbauen zu dürfen – also unter Lizenz herzustellen. Ninestar hatte ja kürzlich einen Prozess in den USA gegen Epson in zweiter Instanz verloren. Diese Patronen – so Ninestar – werden seit längerer Zeit nicht mehr verkauft.

Alles in allem waren sehr wenige Druckerpatronen-Aussteller vertreten. OEMs suchte man vergebens. Nur Xerox und Brother waren vertreten. Brother zeigte aber vor allem Beschriftungsgeräte und bei Xerox konnte man Festtinte und Rebuilttoner bewundern. Die “Imaging”-Halle war auch nur zur Hälfte belegt, wie dieses Foto zeigt.

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