Lexmarks neuer Billig-All-In-One kurz getestet

Lexmark X2620Ein All-In-One-Gerät für 59 Euro bietet Lexmark mit dem X2620 an. Um zu hoher Urheberrechtsabgaben auszuweichen, ist das Kopieren ohne PC nicht möglich. Für Spontankopien scheidet der Lexmark also schon einmal aus. Ein Blick in die technischen Daten enttäuscht: 22 Seiten pro Minute für eine Textseite im Entwurfsmodus hört sich nach 20. Jahrhundert an. Die einmalige Spitzenauslastung ist mit 3.000 Seiten angegeben. Um das zerbrechliche Gerät nicht zu überlasten sollten nicht mehr als 10 Seiten pro Tag gedruckt werden – alleine schon wegen der enormen Folgekosten. So druckt die schwarze Patrone nur 175 Seiten. Mit der farbigen Patrone sind nur 150 Seiten möglich, bzw. ist es mit der farbigen Patrone möglich ca. 20 bis 30 Postkarten zu drucken, dann ist die Patrone leer. Die Patronen gibt es in nachfüllbarer und nicht nachfüllbarer Varriante. Die nachfüllbare Varriante ist bei keinem Großhändler lieferbar und deutlich teurer. Die nicht nachfüllbaren kosten knapp 33 Euro (im Multipack bei Tonerdumping). Die schwarze Patrone kostet fast 17 Euro – entspricht einem Seitenpreis von stolzen 9,8 Cent. Eine XL-Patrone ist für dieses Gerät nicht vorgesehen. Wegen der billigen Verarbeitung und der enorm hohen Folgekosten, eignet sich der Drucker nur für Anwender die pro Woche nicht mehr als 5 Seiten drucken. Der Vorteil: Mit jeder neuen Druckerpatrone erhalten Sie neue Druckkopfdüsen, da Druckkopf und Tintenpatrone eine Einheit bilden.

Testergebnis Lexmark X2620:

Druckgeschwindigkeit: 3 von 10
Druckqualität Text: 3 von 10
Druckqualität Foto: 6 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 2 von 10
(Kopier-, Fax- und Scannfunktion nur mit PC möglich)
Folgekosten: 4 von 30
Preis/Leistung: 10 von 20
Gesamtnote: 25 Punkte (ungenügend)

Nachtrag: 5. Januar: Heute hat mich jemand von Lexmark angerufen. Ihm war wichtig, dass ich darauf hinweise, dass es auch andere Drucker von Lexmark gibt, die billigere Verbrauchskosten haben. Dieser Test beruht nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern auf einer Auswertung der technischen Daten, die Lexmark bekannt gibt und einem Blick auf den Druckerpatronenmarkt, aus dem sich die Folgekosten ergeben.

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