Der Brother DCP-185C ist ein Multifunktionsgerät, das (wie alle DCP-Geräte von Brother) drucken, scannen und kopieren kann. Das Gerät druckt max. 30 Textseiten pro Minute (Entwurfsmodus, schwarz-weiß). Über die Druckgeschwindigkeit von Fotos macht Brother keine Angaben – Fotodruck ist mit Brother-Tintenstrahlgeräten immer eine langsame Prozedur gewesen. Das wird sich vermutlich auch beim DCP-185C nicht geändert haben.
Die maximale Auflösung beträgt 6.000 x 1.200 dpi, das reicht für ansprechende Fotos aus. Der 32 MB Speicher ist sehr großzügig. Auch komplizierte, mehrseitige Farbdokumente sind daher kein Hindernis. Mit USB 2.0 wird das Gerät an den PC angeschlossen. Mit PictBridge kann eine Kamera per USB-Kabel mit dem Drucker verbunden werden. Was man leider auch erwähnen muss (weil mancher Mitbewerber dies nicht bietet): Das Gerät kann auch ohne PC kopieren. Blatt einlegen und auf den grünen Knopf drücken – fertig. Die Kopierfunktion schafft bis zu 20 s/w oder 18 Farbkopien pro Minute. Dabei kann entweder das Vorlagenglas (ideal für Bücher oder für eine einzelne Seite) oder das 15-Blatt-ADF (ideal für mehrseitige Dokument) verwendet werden. Die Kopierauflösung schafft maximal 1.200 x 1.200 dpi. Das reicht für alle Otto-Normal-Anwendungen aus. In 1%-Schritten ist ein Zoom von 25 bis 400 Prozent möglich.
Das Gerät hat leider nur ein 16-Zeichen-Textdisplay. Eine Bildvorschau gibt es daher nicht. Der Scanner schafft 2.400 x 1.200 dpi (optisch). Die Scanfunktionen sind scan-to-email, in eine Datei, als Bild, Text, Direktspeicherung in einen USB-Stick oder in eine Speicherkarte (also scannen ohne PC möglich!). Seine Bilder kann man auch ohne PC ausdrucken – über USB-Stick, über Pictbridge oder über eine Speicherkarte.
Leider ist die Papierkassette mit 100 Blatt sehr knapp. Wer oft und viel druckt muss hier sehr häufig neues Papier nachlegen. Das Gerät akzeptiert Papierstärken von 64 bis 220 g/m². Auch Umschläge und Overhead-Folien (für Tintenstrahldrucker) akzeptiert der DCP.
Die Druckkosten sind relativ hoch. Zwar befinden sich 4 von einander getrennte Tintentanks im Gerät, diese sind aber im Moment nur als Original verfügbar. Ein Satz der sogenannten LC-1100-Druckerpatronen drucken 450 schwarz-weiß-Seiten und 325 Farbseiten (5 % Deckung je Farbe). Die Patronen im Lieferumfang drucken aber nur 300 schwarze und 240 bunte Seiten, sind also mit ca. 50 Prozent weniger Tinte befüllt. Die bunten Patronen kosten im Internet je 8,49 und die schwarze 15,99 Euro. Eine Textseite kostet also 3,6 Cent. Ein Farbdokument ca. 11,4 Cent. Ein 10×15-Foto kommt auf ca. 45 Cent. Erfahrungsgemäß gibt es in einem halben Jahr kompatible Druckerpatronen für das Gerät. Die XL-Patronen der LC-1100-Serie passen nicht in das Gerät.
Positiv sind die 3 Jahre Herstellergarantie. Diese gelten aber nicht für Verschleißteile. Wenn also der Druckkopf in der Garantiezeit eintrocknet, ist man auf die Kulanz von Brother angewiesen. Da Brother Tintenstrahldrucker sich von alleine den Druckkopf feucht halten, sollte man tunlichst nicht die Stromversorgung für mehrere Tage unterbrechen, da dann der Druckkopf eintrocknet und das Gerät nicht mehr funkioniert und auch die Gerätegarantie nicht greift.
Hier die Garantiebestimmungen von Brother:
http://www.brother.de/display.cfm/id/111622
Postitiv: Kopieren, scannen und drucken ist auch ohne PC möglich – wenn es eben mal schnell gehen muss.
Negativ: Hohe Folgekosten. Kein Vorschaudisplay. Langsamer Fotodruck. Wenn Druckkopf eintrocknet, greift die Garantie nicht. Insgesamt sind 119 Euro zu teuer.
Druckgeschwindigkeit: 5 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 9 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 6 von 10
(Kopier- und Scannfunktion, Speicherkarte, USB für Stick/Kamera, ADF, kopieren, drucken und scannen ohne PC möglich)
Folgekosten: 10 von 30
Preis/Leistung: 15 von 20
Gesamtnote: 53 Punkte (ausreichend)