
Die Idee ist wirklich nicht schlecht. Statt billigen Drucker mit teuren Druckerpatronen, stellt Epson einen teuren Drucker vor, bei dem nie eine Druckerpatrone getauscht werden muss. Der Clou: Im Inneren befindet sich eine fest installierte Druckerpatrone, die für ca. 8.000 Seiten reicht. Ist diese aufgebraucht, gibt man das Gerät seinem Händler zurück und erhält dann für 50 Euro einen general überholten Drucker mit vollem Tank. Das Gerät nennt sich Epson EC-O1 und kostet 349 Euro plus 50 Euro Pfand. Möchte man das Gerät zurück geben, ohne neu zu befüllen, erhält der Kunde das Pfand in der Höhe von 50 Euro wieder ausbezahlt. Rein rechnerisch ergibt das einen Seitenpreis von nur 0,6 Cent! Ein Preis, den nicht einmal Kyocera-Laserdrucker unterbieten können.
Der Epson EC-O1 ist schlicht ausgestattet, besteht aus umweltverträglichen Materialien, kommt in einem braunen Karton daher und sogar die Bedienungsanleitung ist auf Recyclingpapier gedruckt. Immerhin druckt er 24 Seiten pro Minute und ist ab September erhältlich.
Der negative Beigeschmack: Wenn dieses Prinzip erfolgreich ist, dann schafft Epson mit einem Schlag sämtliche Tintenpatronen-Drittanbieter ab. Dann müssen sich Jettec, KMP und Co wohl die Mühe machen, eigene Drucker zu entwickeln. Ich denke aber, dass nur eine kleine Gruppe von Ökofreaks oder Schulklassen diesen Drucker kaufen werden, da der Anschaffungspreis abschreckend ist. Und der Otto-Normal-Kunde kauft eben dann doch einen Lexmark-Drucker für 25 Euro und bezahlt dann alle drei Monate 30 Euro für einen Satz neuer Druckerpatronen. Wer wenig druckt kommt damit insgesamt besser weg.
Na, da hat ja jemand wirklich gut recherchiert…
OK, ich kaufe mir also einen Drucker für 399 EUR inkl. 8000 Seiten Reichweite.
Wenn der Drucker leer gedruckt ist, gehe ich dann zum Schrank an meinen Druckervorrat und nehme einen neuen – denn man braucht ja auch wie eine ersatzpatrone dann einen ersatzdrucker…
den Drucker fahre ich dann zu meinem händler des vertrauens, der dann ja auch einen gesamten drucker versenden muss an epson…also statt eines kleinen paketes für patronen von epson an den händler braucht der händler dann einen gesamten LKW für den Transport der gesamten drucker an epson zum firmenrefill … da freut sich die umwelt – und der autofahrer, weil nun deutlich mehr logistischer Aufwand betrieben werden muss und nun auch noch die gesamte installierte druckerbasis in der nation kreist… super…. und soetwas lobt eine seite, die drucker testen will.
Natürlich zielt das darauf ab, im hochvolumigen Drucken Refiller auszubooten.
Bei Epson war es ja sonst üblich, dass eine Patrone so ca. 200 Seiten lang hält. An statt, dass 40 Patronen einzeln über das Internet bestellt werden, bestellt man einmal einen neuen Drucker. Zumal so ein normaler Epson-Drucker nur in den seltesten Fällen 8000 Seiten drucken wird, da die Düsen vorher verstopfen… Und wer kauft einen neuen Druckkopf? Niemand, da der ja teurer ist als ein neuer Billig-Drucker.
Ich finde den Ansatz von Epson gut. Und wenn eine Tintentankstelle dazu in der Lage ist selbst so einen Drucker zu überholen (Druckkopf austauschen, Tinte nachfüllen, Resttonerschwamm wechseln und eine Reinigung) dann wäre es für die Umwelt noch besser, da dann der Weg zu Epson wegfällt und nebenbei könnte der Nachfüller weiterhin am Markt bestehen bleiben.
Aber ich glaube Epson denkt in erster Linie weder zuerst an Nachfüller oder an die Umwelt, sondern in erster Linie an sich selbst.
noch eines: Der Umwelt ist es übrigens lieber wenn Sie einmal mit dem Auto zum Händler Ihres Vertrauens fahren um den Drucker zu wechseln, anstatt 40 mal zum Händler zu fahren, um eine neue Druckerpatrone zu kaufen. Nach zwei Jahren ist der Billigdrucker sowieso kaputt und muss logistisch irgendwie sinnvoll entsorgt werden. Ökomäßig kann man Epson bei dieser Idee nichts vorwerfen, und dass Epson etwas gegen seine Konkurrenten hat, das liegt in der Natur der Sache.
Man braucht kein Studium absolviert haben um zu erkennen dass diese Vorgehensweise sicher nicht, wie gelobt ökologisch ist. Wirtschaftlich ist es nur für eine Seite nämlich für Epson. Argumente von Volker Cesinger kann ich nur bestätigen.
Das Argument von dem admin, dass epson patronen nur 200 Seiten halten und deshalb 40 für die selbe Seitenanzahl benötigt würden, stimmt auch nicht. Das ist vlt bei den mitgelieferten Patronen der Fall die nicht voll befüllt sind. Das ein Epson Drucker bei 8000 Seiten verstopfte Düsen hat, das stimmt sicherlich, aber deshalb gibt es die Möglichkeit der Düsenreinigung, die sicher öfters bei 8000 Seiten durchgeführt wird. Und ein Epson Drucker hält sich weit mehr als 8000 Seiten durch. Ich habe bei meinem alten Drucker in 10 Jahren bestimmt 15000 Seiten gedruckt.
Weiteres Argument: Der Umwelt ist es lieber, als 40 mal zum Händler zu fahren bzw. 40 mal einzeln die Patronen im Internet zu bestellen. Normalerweise hat man ein zusätzliches Quartett an Patronen in Reserve. dh. erst wenn ich keine reservepatrone für eine farbe habe, dann gehe ich und kaufe neue Patronen für diese Farbe + Reserve + die anderen Reservefarben, die ich schon aufgebraucht habe. Und zwar noch besser ich kaufe diese dann, wenn ich in der Nähe des Händlers bin, da die Hin-und Rückfahrt dann schon bezahlt ist. Wenn ich im Internet bestelle, bestelle ich bestimmt keine einzelne patrone, sondern eine gewisse anzahl, alles andere wäre schon allein wegen den versandkosten hirnrießig. Weiteres die Drucktechnik wird bestimmt keine andere sein, als von den normalen Druckern somit wirft man dann Technik weg die noch funktioniert. Weiters können die 8000 Seiten vom User bestimmt nciht vol ausgenützt werden. Tintenpatronen selbst, natürlich Nachbau, mit den originallen ist verständlich dass dann der eco02 wirtschaftlich sein kann, also wie gesagt da profitiert epson, da man ja sonst bei den normalen druckern nachbauten verwenden würde. Und übrigens können gute Laserdrucker durchaus die erwähnten Druckkosten halten und sogar unterbieten.