Kurztest: OKI C3450N

OKI C3450NOKI ist nicht zimperlich, was seine Lobeshymnen auf Ihren neuen Einstiegslaserdrucker betrifft: “Er ist unübertroffen in Geschwindigkeit, Papierverarbeitung und Farbqualität und liefert Ergebnisse, die man bei einem Desktop-Drucker noch nie erlebt hat.” Das ist ein Satz, der Erwartungen nach oben schraubt. Mal sehen, was sich dahinter verbirgt. Mit 16 Farbseiten oder 20 schwarz-weiß-Seiten pro Minute ist der Single-Pass-Farblaserdrucker sehr schnell, vor allem wenn man an seinen Preis von nur 439 Euro denkt (empf. VKP). Bei mindfactory.de sogar schon für 355 Euro gesehen. Der Speicher ist mit 32 MB etwas knapp, lässt sich aber auf 288 MB aufrüsten. Ausdruck 1. Seite: 10 Sekunden Schwarzweiß, 12 Seiten Sekunden Farbe. Die maximale Auflösung beträgt 1.200 x 600 dpi. Das Gerät ist auch für kleine Arbeitsgruppen mit einer maximalen Auslastung von 35.000 Seiten pro Monat geeigent. Das Papierfach hat Platz für 250 Blätter, die manuelle Papierzufuhr schafft nur 1 Blatt (zB für Etiketten, Briefumschläge oder ähnliches). Besonders spannend ist der 1,2 Meter lange Bannerdruck. Dafür sollte der Speicher aber erweitert werden. Die Papierausgabe fasst maximal 150 Blatt. Eine Duplexfunktion gibt es nicht, dafür jedoch eine Netzwerkschnittstelle. Das Papierfach kommt mit 64 bis 120 g/m2-Papier zurecht, der Einzelblatteinzug mit 75 bis 203 g.

Es gibt insgesamt 4 separat tauschbare Bildtrommeln, die 15.000 Seiten lang funktionieren. (Wert basiert auf typischer Bürosituation, in der 20% der Druckaufträge nur aus 1 Seite, 30% aus dreiseitigen Dokumenten und 50% aus 15 oder mehr Seiten bestehen). Oder kurz gesagt: wer hauptsächlich nur Druckaufträge mit einer Seite druckt, der muss bereits deutlich früher seine Bildtrommeln austauschen, zudem verkürzen vollflächige Ausdrucke die Lebensdauer. Der Wert von 15.000 Seiten wurde gemessen bei 5 Prozent Deckung pro Farbe. Jedenfalls sind die Trommeln nicht teuer. Pro Farbe kosten diese 36,99 und passen übrigens auch in den C3300 und C3400. Die Toner sind allerdings neue. Diese gibt für 1.500-Seiten oder 2.500 Seiten je Farbe. Beide Sorten sind derzeit noch nicht lieferbar, ein Satz wird in der kleinen Füllmenge ca. 235 und der besser befüllte Satz ca. 300 Euro kosten. Wer nur schwarz druckt kommt auf 40 Euro mit dem kleinen schwarzen und 60 Euro mit dem großen Toner. Im besten Fall kostet also eine schwarz-weiß-Seite 2,7 Cent (Toner und Trommelkosten eingerechnet, 5 % Deckung) und eine Farbseite (4 x 5 % Deckung) 13 Cent. Die Erstausstattung reicht allerdings nur für 500 Seiten (pro Farbe), das senkt das Preis-Leistungs-Verhältnis, da eigentlich ein kompletter Satz mit dem Druckerkauf gleich dazu bestellt werden sollte.

Der OKI C3450 macht sich in der Stromrechnung mit max. 980 Watt beim Druck deutlich bemerkbar. Im Standby braucht er immer noch sagenhafte 100 Watt. Im Energiesparmodus (also ausgeschaltet mit Stecker in der Dose) etwas weniger als 14 Watt. Also: Stecker raus! Im Standby ist das Gerät mit 37 dB(A) noch zu hören, im Betrieb ist der C3450 verglichen mit anderen Farblasern noch erträglich: 51 dB(A).

Lobenswert: 3 Jahre Garantie nach erfolgter Online-Registrierung innerhalb 90 Tagen nach Kauf. Vor-Ort-Service Next-Day bei Störungsmeldung bis 12:00 Uhr.

Testergebnis OKI C3450N:
Druckgeschwindigkeit: 15 von 20
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Grafik: 9 von 10
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 7 von 10
(kein Duplexdruck, Netzwerkschnittstelle vorhanden, Farbdruck)
Folgekosten: 22 von 30
Preis/Leistung: 14 von 20
Gesamtnote: 75 Punkte (gut)

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2 Responses to Kurztest: OKI C3450N

  1. M. Beutler says:

    Ein Kurztest bei dem in keiner Zeile etwas über die Druckqualität geschrieben wird. Wohl wird diese benotet. Dafür ein voller Abschnitt über die Seitenpreise. Die Druckqualität, insbesondere der Farbdruck, scheint mir ein Key-Kriterium zu sein, welches man besser umscheiben sollte.

  2. admin says:

    Die Druckqualität ist für Farblaserverhältnisse in Ordnung. Beim Fotodruck sollte man einen Tintenstrahldrucker vorziehen.

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