Praxistest: Brother MFC 465CN Teil 1

brother mfc-465cnGestern holte ich den Brother MFC 465CN bei der Post ab. Zu Hause gleich ausgepackt und an den Laptop meiner Freundin angeschlossen. Doch vor dem Anschließen unbedingt erst Treiber installieren. Darauf wies mich ein Aufkleber beim USB-Anschluss hin. Da das DVD-Laufwerk defekt ist, lud ich mir den Druckertreiber von brother.de herunter. Und zwar ohne Software, ohne Schnick-Schnack, einfach nur den 6 MB schlanken Scanner und Druckertreiber. Die komplette Software werde ich heute abend auf meinem Laptop installieren, mal sehen, was sich damit noch anstellen lässt. Insgesamt dauerte die Installation nur 15 Minuten. Nachdem das Treiberpaket sich entpackte, Drucker angeschlossen, Windows XP holte suchte sich die Treiberdaten und meldete, dass der Drucker nun installiert ist.

Das Einsetzen der Druckerpatronen war auch problemlos. Musste man beim DCP-115C noch eine große Klappe öffnen, die sich auch nur mit etwas ܜbung ohne Probleme schließen ließ, so kann man bei MFC465CN rechts unten eine kleine Klappe öffnen und die 4 Patronen einsetzen. Das Display (2 Zoll groß) zeigt übrigens an, welche Druckerpatrone noch nicht eingesetzt, bzw. welche leer ist. Das gefällt mir besser als bei Geräten, wo ein Schlitten zu einem Pfeil fährt. Das Tintenkonzept ist anders wie bei Canon oder Epson. Die Druckerpatronen sind unbeweglich im Drucker und die Tinte wird mit Schläuchen zum Schlitten befördert, was vermutlich den Verschleiß verringern soll und auch etwas leiser ist. Bei Canon oder Epson sitzen die Patronen auf dem Schlitten.

Rein optisch macht das Gerät schon einiges her. Das Design ist gelungen. Schade nur, dass er eine sehr große Stellfläche benötigt, dafür ist er sehr flach. Die Bedienung ohne PC ist auch denkbar einfach. Es gibt einen Knopf zum Scannen, einen zum Faxen, einen zum Kopieren und einen für den Fotodruck. Beim Fotodruck muss eine Speicherkarte im Gerät oder der Drucker mit einer Kamera über USB verbunden sein. Das Faxen ist auch denkbar einfach. Nummer eingeben und auf den Faxknopf drücken und nach dem Einlesen 1 oder 2 drücken, je nachdem ob eine weitere Seite gefaxt werden soll, oder nicht. Bei mehrseitigen Dokumenten kann man auch bis zu 10 Seiten mit dem automatischen Dokumenteneinzug einlesen. Die Kopierfunktion ist ebenfalls einfach zu handhaben. Hier fiel mir aber schon bei der Farbkopie auf, dass der Brother MFC465CN nicht der schnellste ist.

Das wollte ich dann doch noch einmal genauer wissen. Fotopapier und Normalpapier in das Papierfach gelegt und Druckauftrag gestartet. Im Lieferumfang war übrigens neben einem USB-2.0-Kabel auch 5 Blatt 10×15 inobella-Fotopapier (190g) dabei. Zunächst schien es praktisch zu sein, dass man gleichzeitig in ein Fach Fotopapier und in das andere Normalpapier legen kann. Trotzdem muss man das Papierfach jedes Mal herausziehen und das Fotopapierfach nach hinten schieben, wenn man ein Foto drucken möchte. In maximaler Druckqualität mit randlosem Druck dauert ein 10×15 Foto stattliche 4 Minuten 40 Sekunden. Die Auflösung von 6.000 x 1.200 dpi macht sich durch gestochen scharfe Konturen bemerkbar. Morgen werde ich ein Foto mit geringerer Qualität drucken und die Zeit stoppen und schauen, ob die Qualität noch akzeptabel ist. Selbst bei höchster Qualitätsstufe fehlte es bei den Farben ein wenig an Leuchtkraft (Brother-Originaltinte mit Brother Fotopapier). Das sieht bei einem 6-Farb-Drucker von Epson oder bei einem der aktuellen Canon-Pixma-Drucker besser aus. Demnächst werde ich den Fotodruck mit Printy/Maximus-Fotopapier und NoName-Druckerpatronen testen, vielleicht geht es ja doch noch etwas besser mit billigerem Zubehör.

Für ein 3-seitiges Word-Dokument mit Grafiken und Tabellen braucht der Drucker eine Minute und 15 Sekunden – das ist durchaus akzeptabel. Leider fransen die Buchstaben bei Normalpapier doch etwas aus. Die schwarze Tinte scheint also eher für den Fotodruck geeignet zu sein. Möglicherweise sieht es mit etwas stärkerem Papier besser aus. Das teste ich demnächst.

Dank günstiger NoName-Druckerpatronen, die es schon ab 2,99 Euro pro Stück gibt, ist das Gerät schon das richtige für mich. Die schwarze Tinte reicht für 500 Seiten, die bunten für je 400 Seiten (5 Prozent Deckung). Ich vermute allerdings, dass bei der erstmaligen Druckerpatronenreinigung, die immerhin ca. 3 Minuten gedauert hatte (geschätzt, da ich nicht auf die Uhr geschaut habe), dürfte ein großer Teil der Tinte bereits verbraucht sein. Im Verbrauch ist das Gerät aber derzeit – dank alternativer Druckerpatronen – ungeschlagen günstig.

Für ca. 180 Euro erhält man ein ordentliches Gerät für alle Home-Office-Aufgaben. Den langsamen Fotodruck kann ich verschmerzen, sofern bei Normalqualität der Ausdruck schneller klappt und der Qualitätsunterschied nicht zu groß ist – wie gesagt, das muss ich noch testen.

Hier der 2. Teil des Tests

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8 Responses to Praxistest: Brother MFC 465CN Teil 1

  1. Andre says:

    Wo hast du die billig Patronen für 2.99€ gekauft?

  2. admin says:

    bei toner-dumping.de, wenn man pro Farbe mindestens fünf Stück nimmt. Hier der Link: http://www.toner-dumping.de/toner/brother-mfc-brother-mfc-465-cn-c-2_203_459_5279.html

  3. Nesidez says:

    HI!
    Toller Bericht! Danke. Habe eine Frage zur Fax-Funktion. Wie gut ist die Qualität der eingehenden und ausgehenden Faxe? Kannst du dazu was sagen? Vielen Dank!
    Gruß,
    Nesi

  4. admin says:

    Die Faxqualität ist okay.

  5. MUSIKDOZENT says:

    Hat jemand einen Treiber für Windows 98se gefunden
    Bitte melden

    am 15.05.2008 um 0.59 UHR

  6. Sonja says:

    Hallo! Danke für den tollen Bericht! Habe mir den Brother daruafhin auch gekauft und bin sehr zufrieden. Aber jetzt im nachhinein ist mir ein Punkt eingefallen! Visitenkarten! Ich habe bereits fertige Visitenkarten und möchte auf die Rückseite meine Handy Nummer drucken. Nun – ich kriege es nicht hin und im Handbuch finde ich nichts.
    Kann der Brother das überhaupt? Und wenn ja – wie?
    Danke schon mal im voraus und liebe Grüße und schöne Weihnachten!
    Sonja

  7. Flemming, Gabriele says:

    Hallo!
    Habe den MFC-465CN, nutze die 2. noch freie Tel. über Kabeldeutschland für Fax, kann Faxe empfangen, aber nicht senden. Was muss ich tun?

  8. Denizoglu, Ugur says:

    bis vor kurzem war ich ein stolzer Besitzer von MFC-465CN. Nach dem sich herausgestellt hat, dass wenn nur eine Patrone leer ist, funktioniert das drucken nicht mehr!

    Hauptsächlich drucke ich in SW, gelegentlich in Farbe. Wenn ich Black-Vorrat habe und will auch in SW drucken und habe aber keinen Yellow-Vorrat mehr, Pech! Wer sich dieses Gerät kaufen will, soll sich auch gleich Vorrat anschaffen. An sich selber ist der Gerät sehr gut, wie erwähnt bis auf diese Macke.