Kurztest: 4 neue MFCs von Brother

Der Brother MFC235C ist ein 149 Euro teures Multifunktionsgerät, das kopieren, drucken, scannen und faxen kann. 25 Seiten schafft das MFC pro Minute (Entwurfsmodus). Eine maximale Druckauflösung von 6000 DPI und 1,5 picoliter kleine Tintentröpfchen sorgen für gelungene Fotos. Das Papierfach fasst zwar nur mehr als 100 Blatt, viel mehr sollte man aber auch nicht auf einmal drucken, da die Verbrauchskosten dank der neuen LC-970-Druckerpatronen (weniger Tinte, nur im Original erhältlich) sowohl beim Text- als auch beim Fotodruck sehr hoch sind. Nach rund 350 Seiten ist die schwarze Patrone bereits leer (Herstellerangabe). Und das obwohl die Patrone stolze 16,99 Euro kostet. Die Farbpatronen drucken ca. 300 Seiten und kosten insgesamt ca. 30 Euro. Zumindest lassen sich die drei Farben getrennt tauschen. Als Faxgerät lässt sich der MFC235C auch ohne PC verwenden. 170 Seiten Faxspeicher und eine Ɯbertragungsrate von 14.400 BPS sind für den Hausgebrauch ganz gut. Kopieren und Faxen ist allerdings nur über das Vorlageglas möglich. Einen automatischen Einzug gibt es nicht. Der Kopierer schafft max. 18 Seiten pro Minute. Maximale Auflösung ist beim Kopieren auf 1.200 x 600 DPI beschränkt. Auch der Fotodruck gelingt ohne PC: Pictbridge ist vorhanden, Kartenlesegerät fehlt. Schlecht: der Stromverbrauch im Standby: 5 Watt, deutlich höher als bei der Konkurrenz.

Testergebnis Brother MFC-235C:
Druckgeschwindigkeit: 4 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 18 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 4 von 10
(kein Duplexdruck, kein Netzwerk, gute Kopier- und Scannfunktion, Faxfunktion, leider ohne automatischen Einzug)
Folgekosten: 10 von 30
Preis/Leistung: 15 von 20
Gesamtnote: 59 Punkte (ausreichend)

Für 20 Euro mehr erhält man den Brother MFC-260C. Hier hat man bei der Ausstattung deutlich zugelegt. Ein 10 Blätter fassender, automatischer Dokumenteneinzug erleichtert das Kopieren, Faxen oder Scannen von mehrseitigen Dokumenten. Die Druckgeschwindigkeit beträgt hier etwas schnellere 27 Seiten pro Minute. Dank dem Speicherkartenlesegerät und dem ADF, erzielt der MFC-260C ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als der MFC-235C. Die Folgekosten sind wie beim kleinen Bruder wegen der LC-970 Original-Druckerpatronen hoch.

Testergebnis Brother MFC-260C:
Druckgeschwindigkeit: 5 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 18 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 7 von 10
(kein Duplexdruck, kein Netzwerk, gute Kopier- und Scannfunktion, Faxfunktion, ADF, Speicherkartenlesegerät und Pictbridge)
Folgekosten: 10 von 30
Preis/Leistung: 17 von 20
Gesamtnote: 75 Punkte (gut)

Der Brother MFC-465CN entspricht dem 260C mit folgenden Ausnahmen: der Fotodruck ohne PC wird dank eines kleinen Farbdisplays komfortabler. Zudem ist das Gerät netzwerkfähig. Mit 30 Seiten pro Minute kann das Gerät punkto Geschwindigkeit noch einmal etwas zulegen. Größtes Plus: Die Druckkosten sind dank der deutlich besser befüllten LC-1000 Druckerpatronen von Brother (500 Seiten schwarz, 400 Seiten mit einem Farbsatz). Von diesen gibt es inzwischen bereits qualitativ ebenbürtige Nachbauten, die um die 5 bis 7 Euro pro Stück kosten. Dafür muss man für das Gerät immerhin 229 Euro ausgeben. Dank der günstigeren Folgekosten und der etwas besseren Ausstattung ist der Mehrpreis gerechtfertigt.

Testergebnis Brother MFC-465CN:
Druckgeschwindigkeit: 6 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 18 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 8 von 10
(kein Duplexdruck, Netzwerkfunktion, gute Kopier- und Scannfunktion, Faxfunktion, ADF, Speicherkartenlesegerät und Pictbridge mit Farbdisplay)
Folgekosten: 26 von 30
Preis/Leistung: 19 von 20
Gesamtnote: 85 Punkte (sehr gut)

Beim Brother MFC-680CN gibt man noch einmal 40 Euro mehr als (also 269 Euro) und erhält dafür ein eingebautes Telefon. Zudem ist es jetzt auch möglich ein ankommendes Fax schon einmal am Display zu sichten, bevor man es ausdruckt. So erspart man sich das Ausdrucken von unnötigen Werbefaxen. Das wirkt sich beim Testergebnis zusätzlich auch auf die dadurch eingesparten Folgekosten aus.

Testergebnis Brother MFC-680CN:
Druckgeschwindigkeit: 5 von 10
Druckqualität Text: 6 von 10
Druckqualität Foto: 16 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 9 von 10
(kein Duplexdruck, Netzwerkfunktion, gute Kopier- und Scannfunktion, Faxfunktion, ADF, Speicherkartenlesegerät und Pictbridge mit Farbdisplay, Display mit Faxvorschau, Telefonhörer)
Folgekosten: 27 von 30
Preis/Leistung: 18 von 20
Gesamtnote: 81 Punkte (gut)

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4 Responses to Kurztest: 4 neue MFCs von Brother

  1. Andi says:

    daß es für die MFC235 und MFC260 keine kompatiblen Patronen gibt, stimmt so nicht mehr.

  2. admin says:

    stimmt. Die LC-970 gibt es jetzt auch als kompatible Druckerpatronen. Die waren kurz nach dem Test dann auch auf im Internet zu kaufen.

  3. Till Wollheim says:

    Und auch der Preis ist inwischen konkurrenzlos billig: 120 € kostet der MFC 260C bei System Shop 99 (www.sc99-shop.de) und die Tinte gibts für 1,17 Euro (schwarz 25 ml), 1,67 Euro (Farbe 12 ml) bei druckerzubehoer.de.
    Und wegen der kommenden unverschämten, ungerechten GEMA-Gebühren lohnt es sich noch schnell ohne Ausbeutung zu kaufen. Geräte werden in der BRD deutlich teurer – Tipp: in der Schweiz dann ggf. kaufen!
    Gruß
    Till

  4. Till Wollheim says:

    nachtrag zu oben: Preis des Brother MFC 260C incl Porto!!!

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