Kurztest: 4 neue Brother DCP-Geräte

Brother stellt 4 neue Multifunktionsgeräte im Preissegment von 99 bis 189 Euro vor. Wer im Internet Preise vergleicht könnte sogar zwischen 10 und 20 Prozent darunter liegen. Günstige Geräte – hohe Folgekosten? Leider ja. Brother führt für zwei dieser Geräte wieder einmal neue Druckerpatronen ein. Die LC-970-Serie und reagiert somit auf die Hersteller alternativer Druckerpatronen, die bereits für die LC-900 und die LC-1000 erfolgreich nachbauen konnten. Leider erhöhen sich die Verbrauchskosten selbst wenn man bei LC-900 und LC-1000 auf Original-Brother zurückgegriffen hat, da die Tintenmenge deutlich reduziert wurde. Konnte man mit der LC-900 noch 500 schwarz-weiß oder 400 Farbseiten drucken, ist bei der LC-970 schon nach 350 schwarz-weiß und 300 Farbseiten Schluss. Die Preise sind aber fast die gleichen. Die farbigen kosten jeweils 9,99 Euro und die schwarze LC-970 kostet 16,99 Euro, zumindest einen Euro weniger als die LC-900 schwarz. Mittlerweile gibt es allerdings kompatible LC-970 Patronen mit denen die Druckkosten nochmals deutlich sinken.

Doch nun zu den Unterschieden der einzelnen Drucker:

Brother DCP 135C:

Der Brother DCP 135C druckt mit bis zu 6.000 DPI und schafft im Entwurfsmodus 25 Seiten pro Minute. Das Papierfach hat Platz für 100 Blätter. Der Kopierer kopiert bis zu 5 Seiten pro Minute (farbe oder s/w). Die Kopierauflösung von 1200 x 600 dpi reicht für die meisten Zwecke. Kopieren ist auch ohne PC möglich. Der Scanner schafft sogar 2400 x 600 dpi (optisch). Der Kopierrand ist mit 3 mm an jeder Seite akzeptabel. Vorbildlich ist die 25-400 Prozent Zoomfunktion, die sich in 1-%-Schritten varrieren lässt. Der Fotodruck scheint recht langsam zu sein, zumindest macht Brother keine Angaben über die Druckgeschwindigkeit. Erfahrungsgemäß ist das aber der große Nachteil der Brother-DCPs im Vergleich zur Konkurrenz. Sobald wir Messdaten haben, tragen wir diese nach. Die 1,5 Picoliter Tröpfchengröße sorgt für gestochen scharfe Fotos. Dank der lichtechten Inobella-Tinte sind die Fotos auch über Jahre haltbar (in Verbindung mit geeignetem Fotopapier). Wichtigstes Argument für die Anschaffung eines All-In-Ones ist der eingesparte Platz gegenüber einzelner Geräte. Der DCP benötigt zwar relativ viel Stellfläche (40 x 36 cm), ist dafür sehr niedrig (15 cm). Negativ ist der hohe Stromverbrauch im Standby (6 Watt), im “Energiesparmodus” schluckt das Gerät noch 4 Watt, im Betrieb ist der Kopierer mit 20 Watt vergleichsweise sparsam. Vorbildlich: Brother gibt auf alle Drucker eine 3-Jahres Garantie.

Testergebnis Brother DCP 135C:
Druckgeschwindigkeit: 3 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 16 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 2 von 10
(kein Duplexdruck, kein Netzwerk, gute Kopier- und Scannfunktion, leider ohne automatischen Einzug)
Folgekosten: 15 von 30
Preis/Leistung: 12 von 20
Gesamtnote: 56 Punkte (ausreichend)

Brother DCP 150C

Das 129 Euro-Modell ist mit 27 Entwurfsseiten pro Minute einen Tick schneller und hat zudem eine Speicherkartenstation.

Testergebnis Brother DCP 150C:
Druckgeschwindigkeit: 4 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 16 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 3 von 10
(kein Duplexdruck, kein Netzwerk, gute Kopier- und Scannfunktion, leider ohne automatischen Einzug)
Folgekosten: 15 von 30
Preis/Leistung: 12 von 20
Gesamtnote: 58 Punkte (ausreichend)

Brother DCP 350C

149 Euro kostet der DCP 350C. Er macht 30 Seiten pro Minute und hat auch noch ein Farbdisplay, mit dem man sich die Fotos von seinem USB-Stick oder seiner Kamera-Speicherkarte vorher ansehen kann, bevor sie gedruckt werden. Der größte Vorteil dieses Geräts: Als Druckerpatronen kommen die LC-1000 zum Einsatz, die es als kompatible Druckerpatrone schon für 4,99 Euro zu haben ist und deutlich mehr druckt, als die LC-970. Der Brother DCP 350C ist in Verbindung mit kompatiblen LC-1000 Druckerpatronen unsere Empfehlung für einen Verbrauchsgünstigen Drucker.

Testergebnis Brother DCP 350C:
Druckgeschwindigkeit: 4 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 16 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 4 von 10
(kein Duplexdruck, kein Netzwerk, gute Kopier- und Scannfunktion, leider ohne automatischen Einzug)
Folgekosten: 26 von 30
Preis/Leistung: 15 von 20
Gesamtnote: 73 Punkte (befriedigend)

Brother DCP 560CN

Für 40 Euro mehr (189 Euro) erhält man die selben Leistungswerte wie beim DCP350C. Zudem hat Brother dem 560CN noch eine Netzwerkschnittstelle gegönnt. Auch hier kommen die besser befüllten LC-1000 Druckerpatronen zum Einsatz, die es auch schon als kompatible Druckerpatronen gibt. Der DCP 560CN hat zudem einen automatischen Dokumenteneinzug.

Testergebnis Brother DCP 560CN :
Druckgeschwindigkeit: 4 von 10
Druckqualität Text: 8 von 10
Druckqualität Foto: 16 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 7 von 10
(kein Duplexdruck, Netzwerk, gute Kopier- und Scannfunktion, mit automatischem Einzug, keine Faxfunktion)
Folgekosten: 26 von 30
Preis/Leistung: 15 von 20
Gesamtnote: 76 Punkte (gut)

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One Response to Kurztest: 4 neue Brother DCP-Geräte

  1. Karl-Heinz Hirte says:

    Danke für die Infos`zum DCP 135C. Diese haben meine Kaufentscheidung gestärkt. Nun mal sehen wie es in der Praxis aussehen wird, zumindest erwarte ich wegen der Einzelpatronen einen günstigen Verlauf bein Tintenverbrauch.

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