Kurztest: Canon Pixma IP3500 und IP4500

Der Nachfolger des meistverkauftesten Druckers Europas, der Canon Pixma IP4300 hat ausgedient. Er wird durch den IP4500 ersetzt. Der große Zahlensprung wird zumindest durch die bessere Geschwindigkeit gerechtfertigt. Ein 10×15 cm-Foto ist in 21 Sekunden fertig. Der Pixma IP3500, der den IP3300 ersetzt, braucht für das Foto 47 Sekunden. Im Entwurfsmodus schafft der IP3500 25 Seiten pro Minute. Der IP4500 druckt 31 Seiten in dieser Zeit.

Die neue Software optimiert Kontrast und Farbsättigung vollautomatisch. Mit Hilfe der intelligenten Gesichtserkennung werden rote Augen noch vor dem Druck korrigiert. Der Canon Pixma IP4500 schafft Fotos in einer Auflösung von 9600 x 2400 dpi zu drucken (1 Picoliter kleine Tröpfchen). Der kleinere Bruder schafft immerhin noch 4.800 x 1.200 dpi, ebenfalls fast körnungsfrei (2 Picoliter kleine Tröpfchen).

Die Druckerpatronen der neuen Pixmareihe hat sich nicht verändert. Der Pixma IP4500 nutzt die pigmentierte, breitere Schwarzpatrone, zudem eine farbstoffbasierende Schwarzpatrone für noch kontrastreichere Fotos und die drei Grundfarben cyan, magenta und gelb (CLI-8/PGI-5 Chroma-Life 100 Druckerpatronen). Der Pixma IP3500 verzichtet auf die CLI-8 schwarz-Patrone, was nicht ganz so kontastreiche dunkle Schwarztöne auf Fotos bewirkt.

Im Fotoalbum – so garantiert es Canon – halten die Bilder, die mit Original-Canon-Chromalife-100-Druckerpatronen gedruckt werden, in Verbindung mit Canon Original-Fotopapier bis zu 100 Jahren. Da die Druckerpatronen recht anständig befüllt sind (26 ml die PGI-5bk, alle anderen 13ml).

Seit geraumer Zeit versuchen Fremdanbieter kompatible Druckerpatronen für die CLI-8/PGI-5-Serie zu entwickeln. Anfangs kamen Druckerpatronen auf den Markt, bei denen der Chip der Originalen abgenommen werden musste und dann mit doppelseitigem Klebeband wieder auf die kompatible Patrone angebracht wurde. Jettec hat dieses System zumindest soweit verbessert, dass die Chips in einen Schuber geschoben werden, was stabiler und schonender für den Chip ist. KMP bietet ein Refillset mit originalgetreuer Tinte an. All diese Lösungen bringen den Nachteil mit sich, dass diese nur bei abgeschalteten Tintenzähler funktionieren. Und das ist nicht ganz ungefährlich. Versucht der Drucker längere Zeit mit leeren Druckerpatronen zu drucken, so kann dadurch der Druckkopf austrocknen.

Die beste Lösung – neben dem Original – entwickelte die Firma Armor. Mit Hilfe eines Adapters simuliert das Armor-Tuning-Kit die Funktion der Originalchips. Die Patronen werden erkannt wie Originale, der Füllstand wird wieder korrekt angezeigt. Der einzige Haken: mit diesem Set können nur noch Armor oder Geha-Druckerpatronen verwendet werden. Armor-Druckerpatronen kosten für dieses Gerät ca. die Hälfte.

Beim IP3500 und IP4500 wurde nicht mit Extras gespart. Beide haben zwei Papierzuführungen. So kann man eine mit Fotopapier und die andere mit Normalpapier bestücken. Der IP4500 ist zudem mit einer Duplexeinheit ausgestattet und hat ein eigenes Fach zum Bedrucken von DVDs und CDs. Beide Drucker haben eine Pictbridge-Schnittstelle. Ein Vorschaudisplay und ein Kartenlesegerät fehlen bei beiden Geräten. Leider haben beide auch keine Kopier- und Faxfunktion.

Druckertreiber gibt es für Windows 2000, XP, Vista und MacOS von 10.2.8 bis 10.4. Der IP3500 soll 79 Euro kosten, der IP4500 wechselt für 99 Euro den Besitzer. Stromverbrauch: Beide Drucker sind sehr sparsam. Der IP3500 verbraucht nur 11 Watt in Betrieb, im Standby nur 0,8 und ausgeschaltet nur 0,4 Watt. Mit 44,5 dB(A) ist der IP3500 eher im Mittelfeld, während der IP4500 mit 34,5 dB(A) angenehm leise dafür beim Stromverbrauch etwas hungriger ist: 13 Watt in Betrieb, 1,3 im Standby, 1 Watt, wenn er ausgeschalten ist.

Testergebnis Canon Pixma IP3500:

Druckgeschwindigkeit: 7 von 10
Druckqualität Text: 9 von 10
Druckqualität Foto: 14 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 5 von 10
(kein Duplex, kein Netzwerk, nicht multifunktional, positiv: Rote-Augen-Reduktion, 2 Papierfächer)
Folgekosten: 25 von 30
Preis/Leistung: 14 von 20
Testergebnis: 74 Punkte (Befriedigend)

Testergebnis Canon Pixma IP4500:

Druckgeschwindigkeit: 9 von 10
Druckqualität Text: 9 von 10
Druckqualität Foto: 19 von 20
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 7 von 10
(Duplexdruck, kein Netzwerk, nicht multifunktional, CD-Druck, 2 Papierfächer, Rote-Augen-Reduktion)
Folgekosten: 25 von 30
Preis/Leistung: 19 von 20
Testergebnis: 88 Punkte (sehr gut)

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2 Responses to Kurztest: Canon Pixma IP3500 und IP4500

  1. Pingback: Veränderungen im druckertester.de-Ranking bei Tintenstrahldruckern | druckertester.de Tests und News

  2. immerwieder was neues.
    ein problem, das seit fast 20 jahren besteht: anstatt die fehler einer sache auszumerzen und als korrekturset (Pack) anzubieten wird etwas neu bezeichnet, kostet – oft mehr – kohle und taugt genausowenig, weil die fehler immernoch bestehen (siehe windows von 3.11 über 95, 98, me, xp und nun zu vista – 2000 habe ich nicht erwähnt weil es in seiner proffVersion stabil läuft obwohl es nicht mehr von microsoft unterstützt wird).
    in diesem falle: canon pixma ip 3000. guter drucker wenn man bescheiden ist und bleibt. immerhin hatte er eine CD/DVD-schublade und war mit druckfarbe anderer hersteller zufrieden. dann wollte er nichts mehr, nahm kein papier, druckte nicht und plinkerte 13-16 mal: überlauftank voll und nicht ausbaubar; keinen schimmer wo der ist. canon tauschte gegen pixma ip 4300, ja – der mit dem chip drauf und nur für teuer geld neue original druckerpatronen (nein, es gab noch keine gut fuktionierenden druckpatronen anderer hersteller).
    Und nu gibts den auch nicht mehr. der neue – auch im tausch? – heißt pixma ip 4500, dabei war der ip4300 noch kein jahr alt.
    klar: keine atempause – umsatz wird gemacht. ob das der ip4500 länger überlebt? zweifel sei mein berater und glück komme von meiner göttin moneta.

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