Brother DCP-195C Test

Um die Seitenreichweite der hauseigenen LC-980/LC-1100 Tintenpatronen zu testen, haben wir einen Brother DCP-195C bestellt und ausprobiert. Der Brother DCP-195C ist ein netter, kleiner, weißer Tintenstrahldrucker. Das Design ist zeitlos und solide. Ausgestattet ist das Gerät mit einem eingebauten Scanner und einer Kopierfunktion. Angeschlossen wird das Gerät mit USB, Pictbridge und ein Kartenlesegerät sind ebenfalls eingebaut.

Die Patronen sitzen nicht auf dem Druckkopf, sondern sind von vorne aus austauschbar. Die Tinte wird mit einem Schlauchsystem zum Druckkopf weiter transportiert. Der Druckkopf hat weniger Gewicht – das spart Strom und reduziert das Druckgeräusch.

Beim ISO-Reichweiten- und Geschwindigkeitstest gilt ja: Die Druckereinstellungen dürfen nicht verändert werden. Die Druckgeschwindigkeit ist nicht berauschend. In einer Minute schafft der DCP-195C nur 2 bis 3 Ausdrucke.

Die Originalpatronen haben wir erst gar nicht eingesetzt und starten gleich mit TONERDUMPING-Patronen. Wir sind dabei so vorgegangen. Den ersten Satz haben wir eingesetzt, um die Schläuche mit Tinte zu füllen. Danach haben wir einen weiteren Satz eingesetzt, um zu sehen, wie nun die Seitenreichweite ist.

Die Druckqualität geht in Ordnung. Das Schwarz ist nahezu perfekt, könnte aber im Normalmodus etwas kräftiger sein. Ausfransungen sind unter freiem Auge nicht zu sehen. Die Farben wirken etwas blass, aber sind für normale Dokumente durchaus noch okay. Den Textmarkertest besteht der Text mit Bravour.

Der Reichweitentest mit den TONERDUMPING-Alternativpatronen ergab folgendes:

  • Patrone schwarz: 680 Seiten
  • Patrone cyan: 1.217 Seiten
  • Patrone magenta: 1.010 Seiten
  • Patrone gelb: 849 Seiten

Wenn nicht mehr genügend Tinte in der Patrone ist, senkt sich ein Schwimmer ab, der dazu führt, dass ein Sichtfenster frei gelegt wird. Das ist der Zeitpunkt, wo der Drucker den Weiterdruck einstellt. Ich finde: eine schöne Lösung, ganz ohne Chip – das hat was.

Testergebnis Brother DCP-195C

Druckgeschwindigkeit: 3 von 10
Druckqualität Text: 14 von 20
Druckqualität Foto: 4 von 5
Druckqualität Grafikdruck: 4 von 5
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 6 von 10
(kleines Papierfach, nur Textdisplay, kopiert und scannt, kein Fax, kein WLAN, dafür Kartenlesegerät und Pictbridge vorhanden)
Folgekosten: 25 von 30
Preis/Leistung: 15 von 20
Testergebnis: 71 Punkte (Befriedigend)

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Epson Stylus S22 Test

Der Epson Stylus S22 ist sicher nicht mehr der aktuellste Drucker, vereinzelnd könnte er noch verfügbar sein. Da bei TONERDUMPING wieder verstärkt Seitenreichweitentests durchgeführt werden, nutze ich einmal die Gelegenheit, den Epson Stylus S22 etwas genauer vorzustellen.

Das erste was auffällt, ist das kompakte Gehäuse. Wenn der Drucker einen Akku hätte, würde er fast als mobiler Drucker durch gehen. Der Drucker besteht vermutlich zu mehr als 80 Prozent aus Plastik – das Gewicht ist zumindest äußerst gering. Die vier Starterpatronen werden nicht explizit als Starterpatronen gekennzeichnet. Es handelt sich daher um vollwertige T128X-Patronen. Da beim ersten Einsatz immer etwas mehr Tinte verbraucht wird, wird sich noch herausstellen, ob der erste Satz die Seitenangaben der Folge-Originalpatronen durchhält.

Mit meinem MacBook ist der Drucker übrigens im Nu installiert. Per USB angschlossen fragt mich OS 10.9, ob ich den Epson Stylus S22 installieren möchte. Ich bin einverstanden. Eine Minute später ist der Drucker startklar. Die Tintenpatronen lassen sich einfach einsetzen und werden auch beim ersten Versuch erkannt. Nach einem automatischen Reinigungslauf starten wir den ersten Druckversuch.

Beim ISO-Seitentest ist eine Grundregel: Ändere keine Einstellungen, drucke einfach drauf los. Zwei Dinge fallen auf: Der Druck ist sehr, sehr langsam. Aber positiv fällt auf, dass das Schwarz sehr satt und die Farben stark leuchten. Unter freiem Auge sind keine Ausfransungen zu erkennen, die Tinte ist sehr schnell trocken. Für einen 30-Euro-Drucker ist das wirklich erstaunlich gut, was man hier zu Gesicht bekommt.

Was gibt es sonst über den Drucker zu sagen? Er hat keine Multifunktion, keine Netzwerkanbindung, kein Kartenlesegerät und kein Display. Man findet nur zwei Knöpfe: Einen Einschaltknopf und einen Druckstop/Druckfortsetzen-Knopf.

Den Reichweitentest habe ich erst einmal mit den Starterpatronen begonnen. Epson gibt an, dass man mit den T1281, T1283, T1283 und T1284 nur 175 Seiten drucken kann. Tatsächlich war bereits nach 127 Seiten Schluss. Kein Wunder! In so einer Originalpatrone befinden sich nur 3,5 ml. Da ein Reinigungsvorgang gerne mal 0,5 bis 1 ml pro Farbe verbrauchen kann, wundert es nicht, dass die Original-Seitenreichweite nicht erreicht werden konnte. Dazu kommt, dass der Chip an der Patrone abschätzt, ob die Patrone leer ist, oder nicht.

Viel interessanter ist die Seitenreichweite der TONERDUMPING-Patronen. Wie ist überhaupt die Druckqualität der Alternativpatronen? Nachdem der S22 schon den ganzen Tag gedruckt hat – und das ist wirklich mehr, als er eigentlich sollte – war das Druckergebnis ernüchternd. Bei den ersten 100 Seiten machte vor allem die Magenta-Patrone Probleme. Es sah so aus, als würde der Druckkopf nicht exakt ansteuern. Das Druckbild war bei Rottönen besonders fransig zudem sah es so aus, als würden immer mehr Düsen eintrocknen (siehe Bild).

200 Seiten an einem Abend sind für den S22 einfach zu viel

200 Seiten an einem Abend sind für den S22 einfach zu viel

Testabbruch, oder nicht?

Ich habe mich entschieden den Drucker über Nacht stehen zu lassen – und siehe da – danach war das Druckergebnis perfekt. Hundertprozent originalgetreu, wenn man ganz genau hinsieht, sind die Rottöne beim Original ein ganz kleine Nuance kräftiger (siehe Bild).

Der Epson S22 hat ausgeschlafen und der Druck ist wieder perfekt.

Der Epson S22 hat ausgeschlafen und der Druck ist wieder perfekt.

Etwas merkwürdig ist die Art und Weise, wie der Epson Stylus S22 seinem Besitzer mitteilt, dass die Patrone leer ist. Vielleicht ist das nur eine Schwäche des MacOS-Treibers, aber eine Meldung über eine leere Patrone gab es nicht. Stattdessen blinkt eine gelbe und eine orangene Warnleuchte am Drucker. Ein kleines Textdisplay wäre da hilfreicher. Wenn man dann die Tintenpatronenklappe öffnet, fährt der Schlitten in die Mitte und zeigt dann mit Hilfe eines Pfeils an, mit welcher Patrone er nicht zufrieden ist. Für einen Drucker, der im 21. Jahrhundert auf dem Markt gekommen ist, ist das mehr als rückständig. Schade.

Hier das Ergebnis des ISO-Seitentests der TONERDUMPING-Patronen für den Epson Stylus S22:

  • schwarz = 144 Seiten
  • cyan = 250 Seiten
  • magenta = 129 Seiten
  • gelb = 227 Seiten

Fazit und Testwertung:

Der erste Eindruck war ein guter. Die Druckqualität ist am Anfang wirklich erstklassig. Die pigmentierte Tinte von Epson funktioniert zuverlässig und sorgt für leuchtende Farben und ein gutes Druckergebnis auch auf Normalpapier.

Eine kleine Enttäuschung war die Druckgeschwindigkeit. Beim Mac-Treiber kann man an der Geschwindigkeit sowieso nichts ändern (vermutlich gibt es mit dem Windows-Treiber so etwas wie einen Entwurfsmodus). Schließlich ist eine Seite pro Minute etwas, was man in den Achtzigerjahren tolerieren konnte. Heute ist das nicht einmal bei einem Billig-Einstiegsdrucker akzeptabel. Solange man aber keine Seitenreichweite nachprüfen möchte – was wirklich sehr, sehr langwierig ist, ist das für den Otto-Normal-Anwender verkraftbar.

Große Enttäuschung brachte der Reichweitentest. Der Patronenhersteller kann so viel Tinte hinein füllen, wie er will. Wenn der Drucker nicht mehr mag, hat der Anwender Pech. Beim ISO-Test passierte das nach sehr unterschiedlichen Zeitpunkten. Ist die Magentapatrone schon nach 129 Seiten leer, hält die Cyanpatrone fast doppelt so lange. Ich vermute, dass Epson bei den Originalpatronen zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen ist und dass dort schlaue Marketingleute entschieden haben bei der Seitenreichweite besser einen Durchschnittswert anzugeben. Man will ja seine Kunden nicht mit merkwürdigen Fakten verwirren.

Für wen ist dieser Drucker geeignet? Schwer zu sagen. Ein Tintenstrahldrucker, der auf pigmentierter Tinte basiert, sollte auf keinen Fall mehrere Monate unbenutzt herum stehen – sonst ist der Druckkopf eingetrocknet und nicht mehr zu gebrauchen. Wer damit regelmäßig drucken möchte, dem werden die Mini-Reichweiten sicher abschrecken. Vielleicht gibt es ja den Anwender, der zwei bis drei Seiten pro Woche druckt und damit klar kommt, wenn er dann nach zwei Monaten bereits Nachschub braucht. Schließlich bedeutet jedes Anschalten des Druckers eine kostspielige Druckkopfdüsenreinigung, bei der viel Tinte verbraucht wird.

Testergebnis Epson Stylus S22:

Druckgeschwindigkeit: 1 von 10
Druckqualität Text: 14 von 20
Druckqualität Foto: 4 von 5
Druckqualität Grafikdruck: 4 von 5
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 1 von 10
(kleines Papierfach, kein Display, keine Multifunktion, Anschluss nur über USB möglich)
Folgekosten: 5 von 30
Preis/Leistung: 10 von 20
Testergebnis: 39 Punkte (Ungenügend)

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Brother MFC-J6710DW im Test

Das Brother MFC-J6710DW ist ein Tintenstrahl-Multifunktionsgerät mit einer langen Liste an Features. Das MFC-J6710DW druckt bis DIN-A3, es faxt, kopiert und scannt. Und das ganze auf Wunsch doppelseitig, entweder vom Vorlageglas oder Einzelblatteinzug. Pictbridge und Speicherkarten in den Formaten SD, Memory Stick und Memory Stick Duo werden unterstützt. Angesteuert wird es entweder über USB, Netzwerkkabel oder über WLAN. Kurz um: Es bleiben kaum Wünsche offen. Das Gerät ist ein Alleskönner.

Das Brother MFC-J6710DW erfordert einen großen Schreibtisch.

Das Brother MFC-J6710DW erfordert einen großen Schreibtisch.

Abstriche gibt es beim Design. Der Transportschutz lässt sich nicht spurenfrei entfernen – Klebespuren muss man dann schon mit einem Glasreiniger entfernen. Insgesamt wirkt das Plastikgehäuse billig verarbeitet. Werden Deckel geöffnet, dann knackt und quietscht es schon mal ein wenig.

Der Transportschutz hinterlässt Spuren.

Der Transportschutz hinterlässt Spuren.

 

Dann bringt das MFC-J6710DW die Nachteile mit, die ein Tintenstrahldrucker eben hat. Die Druckgeschwindigkeit kann mit einem flotten Laserdrucker nicht so richtig mithalten. Hier sehen Sie beispielsweise den ISO-Testdruck im Normalmodus. Richtig flott ist das nicht.

Überraschend sind dann wiederum die wirklich sehr großen Papierfächer. Insgesamt lassen sich bis zu 1000 Blätter verstauen. Sinnvoll ist es wenn man ein Fach mit A4 und das andere mit A3 bestückt.

Die Tinte braucht auch ein paar Sekunden um auf dem Papier zu trocknen. Bei größeren Farbflächen auf Normalpapier kann sich das Papier dann auch schon ein bisschen wellen. Texte fransen auf Normalpapier auch ein wenig aus. Die Brother-Original-Tinte ist nicht so scharf wie bei einem HP- oder Epson-Tintenstrahldrucker. Mit einem Ricoh-Geldrucker kann der Brother nicht mehr mithalten. Wer das Gerät zum Fotodrucken nutzt, erzielt auf glänzendem Fotopapier ganz ordentliche Ergebnisse. Hier kommen die 6.000 dpi zum Tragen.

Die Installation mit meinem MacBook war sehr einfach. Einfach über USB einstecken und das MacOS fragt, ob man den Drucker installieren möchte. Nach höchstens 10 Sekunden ist das dann erledigt. Auch die Einrichtung in ein WLAN-Netzwerk ist sehr einfach. Am Gerät wird die SSID ausgewählt und dann gibt man das WLAN-Passwort ein. Das ist gut gelöst.

Nachdem der Drucker nun im WLAN eingerichtet war, versuchte ich den Drucker mit einem Windows-7-Laptop zu installieren. Also auf Start -> Geräte und Drucker -> Gerät hinzufügen -> Netzwerkdrucker… Der Drucker wird gefunden. Beim Auswählen des Treibers muss man aber darauf achten, dass zuerst alle MFC-Geräte ohne “J” aufgeführt werden und dass erst danach die Liste der MFC-J-Geräte kommen. Ganz so einfach wie mit dem Mac ist die Installation nicht, aber zumindest ist der Treiber auch bei Windows 7 bereits im System enthalten.

Tintenpatronen im Brother MFC-J6710DW

Tintenpatronen im Brother MFC-J6710DW

Die Handhabung der Tintenpatronen ist sehr einfach. Die Tintenpatronen sitzen nicht auf einem Druckkopfschlitten, sondern sind von vorne austauschbar. Man muss daher nicht warten, bis der Druckkopf die korrekte Position erreicht hat. Über ein Schlauchsystem werden die Tinten dann mit dem Druckkopf verbunden. Das Gewicht des Druckkopfs ist dadurch geringer, was sich positiv auf Energieverbrauch und auf die niedrigere Geräuschentwicklung auswirkt. Der Tintenfüllstand wird übrigens nicht über einen Zählchip gemessen, sondern optisch über ein Sichtfenster. Das führt allerdings auch dazu, dass nachgebaute Tintenpatronen sehr bald auf dem Markt erhältlich waren.

Bei Tonerdumping bekommt man ein LC-1240-kompatibles Tinten-10er-Set für 29,99 Euro. Wer zwei Zehnersets kauft spart dann nochmal 10 Euro. Für ca. 50 Euro kann man dann mit den 20 Tintenpatronen 4.800 schwarze bzw. 2.400 Farbseiten nach ISO drucken. Das Ergibt einen Seitenpreis von ca. einem Cent bzw. einen Farbseitenpreis von 2 Cent.

Wenn man Originaltinten bevorzugt, sollte man die LC-1280XL-Patronen kaufen. Mit dem 4er-Set bezahlt man für 1.200 Farbseiten 6,4 Cent. Mit der LC-1280XL schwarzen Patrone kann man 2.400 Seiten drucken und kommt damit auf einen Schwarzweiß-Seitenpreis von 1,1 Cent.

Testergebnis Brother MFC-J6710DW:

Druckgeschwindigkeit: 4 von 10
Druckqualität Text: 8 von 20
Druckqualität Foto: 4 von 5
Druckqualität Grafikdruck: 2 von 5
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 9 von 10
(kann alles, ein größeres Touch-Display wäre aber noch wünschenswert gewesen)
Folgekosten: 25 von 30
Preis/Leistung: 17 von 20
Testergebnis: 69 Punkte (Befriedigend)

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Ricoh Aficio SP112 Test

Der Ricoh Aficio SP112 ist auf Grund seines sehr niedrigen Anschaffungspreis ein interessanter Schwarzweiß-Laserdrucker für Gelegenheitsdrucker. Für weniger als 50 Euro kann man das Gerät erwerben. Grund genug, einen Blick auf den Einsteigerlaserdrucker zu werfen.

Der Ricoh Aficio SP112 Karton

Der Ricoh Aficio SP112 Karton

Niedrige Bauform, aber nicht kompakt

Im nicht ausgepackten Zustand braucht der Drucker schon einmal eine ordentliche Lagerfläche. Die niedrige Höhe des Kartons verspricht schon einmal, dass auch der Drucker nicht besonders hoch werden wird. Auf der Packung wird mit 2 Jahre Garantie geworben, mit 16-Seiten-pro Minute und einer Papierkapazität von 50 Blättern.

Kein USB-Kabel im Lieferumfang

Packt man die Einzelteile aus, wird der gesamte Lieferumfang sichtbar. Und der ist eher übersichtlich. Neben Drucker und Startertoner gibt es lediglich eine Treiber-CD und ein Stromkabel. Wer das Gerät jetzt auch noch an seinen PC anschließen will, sollte entweder noch ein USB-Kabel zu Hause haben, oder sich eines dazu bestellen.

Kein USB-Kabel im Lieferumfang

Kein USB-Kabel im Lieferumfang

Einfache Installation

Beim Anschließen an einen Windows-PC sollte man die richtige Reihenfolge beachten. Am einfachsten ist es, wenn man die Treiber-CD in das CD-Laufwerk einlegt. Danach einfach den Aficio SP112 per USB anschließen und das Gerät einschalten. Windows erkennt dann das neue Gerät und sucht einen Treiber, den er dann auf der CD findet. Wir empfehlen den deutschen Treiber auszuwählen, sollte das die Muttersprache des Anwenders sein. Einen Windows-2000-Treiber gibt es leider nicht.

Toner einsetzen: sehr einfach

Toner einsetzen: sehr einfach

Kleines Papierfach, einfache Tonerinstallation

Den Startertoner einsetzen ist nicht schwer. Es muss nichts entsiegelt werden. Einfach auspacken, Klappe öffnen, einsetzen, fertig. Das Papier wird von hinten eingelegt. Hier ist auch das größte Manko: Es passen nur 50 Blätter in das Papierfach. Klappt man die Papierausgabeklappe aus, ist von dem kompakten Eindruck des Druckers nicht mehr viel übrig. Auch die niedrige Höhe des Druckers bringt dann nicht mehr viel, wenn das Papier nach oben weg steht.

Feinstaub nicht filterbar, Druckgeschwindigkeit: 16 Seiten pro Minute

Der Lüfttungsschlitz befindet sich vorne. Tonerfeinstaub lässt sich leider mit keinem handelsüblichen Feinstaubfilter abfangen. Dafür ist der Lüftungsschlitz zu schmal. Auf dem Video hier ist der Lüftungsschlitz ganz gut zu sehen – direkt über dem Papierauswurf. Zu sehen ist auch die Druckgeschwindigkeit. Diese ist ganz passabel. 16 Seiten pro Minute laut Herstellerangaben. Im 11-Sekunden-Video werden drei Seiten gedruckt. 3 / 11  * 60 = 16,36 – die Herstellerangabe ist also korrekt.

Druckqualität trotz 600 DPI: gut

Die Druckqualität ist für einen 600-DPI-Monochromlaser gut. Es ist zwar mit freiem Auge ein deutlichen Raster zu erkennen, aber beim 50-Prozent-Graudruck gibt es ein gleichmäßiges Grau und helle Grautöne sind auch noch erkennbar. Die Schwärzung von großen, schwarzen Flächen könnte etwas kräftiger sein, ist aber noch als gut zu bewerten.

Hohe Folgekosten

Die Folgekosten sind mit Original-Tonern sehr hoch. Der Ricoh 407166 druckt 1.200 Seiten und kostet 49,99 Euro. Das ergibt einen Seitenpreis von 4,2 Cent. Mit einem kompatiblen Toner kommt man etwas billiger weg. Ohne Qualitätseinbußen schafft man damit einen Preis von 3,3 Cent. Der Vorteil bei der Laserdrucker-Technik ist, dass keine Tinte eintrocknen kann. Ideal ist der Drucker daher für Studenten, die auch mal drei Monate Ferien machen und in ihrer Studienzeit die eine oder andere Hausarbeit ausdrucken müssen.

Unser ISO-Reichweitentest ergab, dass der Startertoner von Ricoh 500 Seiten druckt. Der Businesstoner von TONERDUMPING druckt 1.200 Seiten.

Testergebnis Ricoh Aficio SP112:

Druckgeschwindigkeit: 4 von 10
Druckqualität Text: 12 von 20
Druckqualität Foto: 1 von 5
Druckqualität Grafikdruck: 2 von 5
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 1 von 10
(kein Duplex, kein Netzwerk, nicht multifunktional, kleines Papierfach)
Folgekosten: 22 von 30
Preis/Leistung: 15 von 20
Testergebnis: 57 Punkte (Ausreichend)

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Geljet-Drucker Ricoh Aficio SG2100N im Test

Reichweitentest mit dem Ricoh Aficio SG2100N

Reichweitentest mit dem Ricoh Aficio SG2100N

Ricoh greif mit Gel-Druckern die Vorherrschaft von Brother, Canon, Epson und HP im Tintensegment an. Doch sind Gel-Drucker Tintendrucker?

Wir haben uns gedacht: Es ist wieder einmal Zeit für einen Test. Angeschaut haben wir uns das derzeitige Einstiegsgerät, den Ricoh Aficio SG2100N. Vom Preis her siedelt sich der Drucker als Tintenstrahldrucker an. Eines gleich vorweg: Der SG2100N ist ein reiner Drucker. Wer kopieren, scannen oder faxen will, muss mehr als 60 Euro ausgeben. Preise und technische Daten des Ricoh Aficio SG2100N finden Sie beispielsweise im Onlineshop von TONERDUMPING, der mittlerweile offizieller Ricoh-Partner ist.

Großer Drucker, großes Papierfach

Von außen sieht dieser Farbdrucker eher wie ein Laserdrucker an. Er ist also nicht gerade kompakt, aber das muss nicht immer ein Nachteil sein. Im Gegenteil: ein 250-Blatt-Papierfach hat fast keines der aktuellen Einstiegsfarbdrucker, die andere Hersteller anbieten. Richtig angenehm ist, dass man auch tatsächlich 250 Blatt 80g-Standard-Papier einlegen kann. Das Papierfach macht insgesamt einen anständigen und robusten Eindruck und hat unseren Intensivtest ohne Zicken überstanden.

Das Papierausgabefach hat leider keinen Sensor, der den Druck stoppt, wenn das Ausgabefach voll ist. Die Papierausgabe kann aber mindestens 100 Blätter auffangen. Da unsere Tinten-Reichweitentests immer mit 100-Seiten-Druckjobs gemacht werden, war das beim Test kein Problem.

Gel, Laser oder Tinte? Was ist besser?

Was ist bei Gel besser, als bei Laser- oder Tintentechnik? Ein Gel-Drucker hört sich vom Druckgeräusch schon einmal genauso an wie ein Tintenstrahldrucker. Viel mehr Gemeinsamkeiten hat ein Gel-Drucker nicht mit einem Tintendrucker. Die großen Nachteile der Tintendrucker (kleine Patronen, eintrocknende Druckköpfe oder nicht schnell genug trocknende Tinte auf dem Papier), gibt es bei Gel-Druckern nicht – das versichert zumindest der Hersteller. Die Seitenreichweiten der Gel-Patronen von Ricoh sind bei einigen Druckern höher als bei vergleichbaren Farblaserdruckern. Fotos sind von der Druckqualität her etwas besser als bei Farblaserdruckern.

Hervorragende Druckqualität von Fotos auf Normalpapier

Hervorragende Druckqualität von Fotos auf Normalpapier

Bei unserem Testfoto waren wir verblüfft, wie gut die Details und Farben auf Normalpapier wirken. Kein uns bekannter Farblaserdrucker oder Tintenstrahldrucker kann bei Normalpapier mit dem Geljet von Ricoh mithalten. Wichtig ist, dass man die Druckeinstellung auf “Hohe Qualität” stellt.

Abstriche gibt es beim Fotopapier. Stellt man “Fotopapier” ein, dann ist keine “Hohe Qualität” mehr einstellbar. Die Farben wirken daher bei glänzenden Fotopapier etwas matt. Hier sollte man mit dem Bildbearbeitungsprogramm am Sättigungsregler steuern, um das auszugleichen.

Beim matten Fotopapier von MediaRange haben wir die Papiereinstellung “Postkarte” gewählt. Hier war dann wieder die Druckqualität “Hohe Qualität” möglich. Die Druckqualität des Fotos ist ähnlich wie bei dem Normalpapier, das Bild wirkt aber alleine wegen des Papiers etwas besser.

Größenvergleich. Links Patrone für Canon, rechts für HP und in der Mitte die Ricoh-Patrone

Größenvergleich. Links Patrone für Canon, rechts für HP und in der Mitte die Ricoh-Patrone

Starterpatronen verbrauchen einmalig viel Gel, um die Schläuche zu füllen

Update vom 16. Mai: Zuerst dachten wir, die Starterpatronen drucken dreimal mehr, als Ricoh das angibt. Doch das lag einfach nur daran, dass wir zuerst die wiederbefüllten Patronen eingesetzt haben und anschließend die Starterpatronen. Der Ricoh-Geljet-Drucker benötigt Gel für ca. 800 Seiten, alleine um die Schläuche im Gerät mit Gel zu befüllen. Das bedeutet, die Starterpatronen drucken tatsächlich ca. 800 Seiten und die wiederbefüllten Gelpatronen drucken folglich ca. 800 Seiten mehr, als wir mit unserem Test ermittelt haben. Dazu später mehr.

Nach wenigen Druckaufträgen trat das erste Problem auf: Sind auf dem Rechner mehrere Druckertreiber installiert – und so ist das zumindest in unserem Testlabor – hängt sich der Druckertreiber während des Druckens auf. Vor allem, wenn die Drucker beispielsweise eingeschaltet und über WLAN erreichbar sind. Nur ein Ausschalten des Druckers und das Löschen des Druckauftrages, behebt das Problem. Nachdem wir sämtliche anderen Drucker, die mit dem Testrechner verbunden waren ausgeschaltet hatten, waren die Probleme verschwunden. Wir hatten zuerst die wiederbefüllten Patronen im Verdacht und daher mit den Starterpatronen weiter gedruckt.

Und dann gibt es noch den Economy-Modus. Dieser unterscheidet Texte von Fotos. In einem Dokument sind dann Fotos blass und Texte mit bester Qualität. Damit kann man den Seitenpreis nochmal halbieren.

Wiederbefüllte XXL-Patronen: 0,8 Cent s/w-Seitenpreis, 3,6 Cent pro Farbseite

Im Moment läuft der Reichweitentest der wiederbefüllten Patronen. Laut dem Hersteller sollen diese Patronen 3.500 Seiten schaffen. Wir sind gespannt. Vom Gewicht her könnte das hinkommen. Die Astar-Patronen sind deutlich schwerer als die Ricoh-Starterpatronen. Allerdings ist nach 700 Seiten der Füllstand der schwarzen Patrone auf “Low ink”. Das hält den Drucker aber nicht davon ab, munter weiter zu drucken.

Das Ergebnis unseres Reichweitentests nach ISO 24712:

schwarz: 3.131 Seiten (58,8 g nutzbarer Inhalt)
cyan: 3.131 Seiten (41,7 g nutzbarer Inhalt)
magenta: 2.946 Seiten (43,4 g nutzbarer Inhalt)
gelb: 2.777 Seiten (42,2 g nutzbarer Inhalt)

Update 16.5.2014: Zu diesen Seitenangaben kann man ca. jeweils 800 Seiten addieren, da wir im Test zuerst die Wiederbefüllten Patronen verwendet hatten, obwohl man normalerweise dafür die Starterpatronen verwendet. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Starterpatronen sogar besser befüllt sein müssen, als die Folgepatronen, die Ricoh mit einer Reichweite von 600 Seiten angibt. Die schwarzen wiederbefüllten Patronen drucken daher vermutlich knapp 4.000, die Farbpatronen zwischen 3.500 und 3.900 Seiten.

Ich vermute, dass es neben der Füllstandsberechnung über den Druckerpatronenchip die Meldung “low ink” erzeugt wird und dass es noch eine tatsächliche Füllstandskontrolle gibt, die den Druck stoppt sobald kein Tintenfluss mehr gemessen wird. Die Tintenpatronen fühlten sich am Ende wirklich leer an, die nutzbare Tintenmenge lag auch bei den Farbpatronen um die 42 g. Die unterschiedlichen Seitenzahlen ergeben sich durch das ISO-Dokument, dass bei gelb einen etwas höheren Verbrauch hat, als bei den anderen Farben.

Neben wiederbefüllten Patronen sind auch chinesische Nachbauten auf dem Markt. Da diese derzeit nicht lieferbar sind, ist ein Test dieser Patronen nicht möglich.

Robuster als gedacht: 5.000 Seiten in drei Tagen gedruckt

Wir haben binnen weniger Tagen ca. 5.000 Seiten gedruckt und der Einstiegsdrucker hat keinen Schaden genommen. Die Ausdrucke waren immer gleichbleibend gut. Bei gewöhnlichen Tintenstrahldruckern kann es schon mal streifige Ausdrucke geben. Bei unserem Test ist das nie aufgetreten. Wieder ein Hinweis dafür, dass man einen Geldrucker eher mit einem Farblaser vergleichen sollte, als mit einem Tintenstrahldrucker.

Testergebnis Ricoh Aficio SG2100N:

Druckgeschwindigkeit: 7 von 10
Druckqualität Text: 10 von 10
Druckqualität Foto auf Normalpapier: 5 von 5
Druckqualität Foto auf Fotopapier matt: 4 von 5
Druckqualität Foto auf Fotopapier glänzend: 4 von 10
Zubehör, sonstige Fähigkeiten: 6 von 10
(kein Duplex, nicht multifunktional, positiv: netzwerkfähig, großes Papierfach)
Folgekosten: 28 von 30
Preis/Leistung: 20 von 20
Testergebnis: 84 Punkte (Gut)

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Static Control warnt vor Updates der Druckerfirmware

Static Control schickt im Moment erneut eine Rundmail an seine Kunden, mit der vor allem vor Softwareupdates von Lexmark-Treibern gewarnt wird. Mit der Überschrift “Lexmark kann Ihr Geschäft vernichten” und “stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden NEIN zu Firmwareupgrades sagen”, weist Static darauf hin, dass Lexmark bereits in der Vergangenheit Upgrades verwendet hat, um die Funktionsweise von wiederaufbereiteten Kartuschen zu verhindern. Static Control stellt unter anderem Tonerkartuschen-Chips her, die für die Herstellung von Rebuilt-Tonerkartuschen notwendig sind. Ändern die Anwender mit einem Update die Voraussetzungen für die Chips, dann akzeptiert der Drucker die Alternativtoner nicht mehr. Geschädigt ist dann der Anwender, der Rebuilt-Toner-Händler und Static Control.

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Neuer kompakter Epson A3-Tintenstrahldrucker – EPSON EXPRESSION PHOTO XP-950

epson_xp_950Am 2.September hat Epson sein erstes Foto-Multifunktionsgerät fürs A3-Format vorgestellt. Technisch bietet das Gerät bewährtes: ein 6-Farben-Druckwerk in dem die Epson »Elefanten-Tinten« 24XL zum Einsatz kommen und einen CIS-Scanner mit 4.800 dpi Scanauflösung.

Keine Unterstützung für A3+-Format

Das im professionellen Bereich verbreitete Überformat A3+ wird vom Drucker nicht unterstützt, für einen A3-Fotodrucker eher ungewöhnlich. Für den einen oder anderen (semi-)professionellen Anwender könnte das ein Ausschlusskriterium sein, wer nur gelegentlich mal im Standard-A3-Format drucken möchte ist mit dem XP-950 jedoch gut bedient. Auch der Druck auf CD/DVD/Bluray-Rohlinge ist möglich.

A3-Drucker, A4-Scanner mit Software für A3-Scans

Der im XP-950 verbaute Scanner bietet eine optische Auflösung von 4.800dpi, aber bedingt durch die CIS-Technik keine erwähnenswerte Tiefenschärfe. Zwar deckt der Scanner nur das A4-Format ab, Epson liefert aber eine Software mit, die durch das verschieben der Vorlage und mehrere Scanvorgänge auch A3-Scans ermöglichen soll.

Leistungsdaten im Überblick

  • 3-in-1 Multifunktionsdrucker (drucken, scannen, kopieren)
  • Für hochwertigen Fotodruck bis zum Format DIN A3 in sehr kompakten Gehäuse
  • Einzug für Sondermedien auf der Rückseite für Karton und Fotopapiere bis DIN A3
  • Zwei von vorne bedienbare DIN-A4-Papierkassetten
  • Neue Claria Photo HD Ink: hohe Druckqualität auf einer Vielzahl an Medien
  • 8,8 cm großer Touchscreen mit benutzerfreundlichem, interaktivem Menü
  • Druckt auf geeigneten CDs und DVDs
  • PictBridge und Speicherkartenleser für Fotodrucke ohne PC-Anschluss
  • Drucken und scannen von überall im Haus dank WLAN- und Ethernet-Anschluss
  • Epson Connect für den externen Zugriff  (Epson iPrint, Epson Creative, Email Print, Remote Print Driver, Scan-to-Cloud)
  • Unterstützt ebenfalls Wi-Fi Direct™
  • Einfach zu installieren dank automatischer Wi-Fi-Einrichtung (automatische Einrichtung kompatibel mit Windows 8, 7, Vista und Mac OS)
  • Kompatibel mit der Epson Creative App, die Fotodruck aus Facebook heraus unterstützt undzusätzliche Funktionen wie Kartenherstellung oder Malbücher beinhaltet.
  • Druckgeschwindigkeiten von bis zu 28 Seiten pro Minute
  • Duplex-Druck bis zum Format DIN A4
  • Scanauflösung von bis zu 4.800 dpi
  • Einzelpatronen sparen Geld – es wird nur die Farbe ausgewechselt, die leer ist
  • Je nach Druckaufkommen stehen verschiedene Patronengrößen zu Auswahl

Quelle: http://www.epson.de/de/de/viewcon/corporatesite/press/index?gatewayto=/de/de/content/press/messages/message.php%3Fid=3386%26filtercat=products

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Canons neue Pixmas – Rückschritt statt Weiterentwicklung

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Kurz vor der Internationalen Funkausstellung in Berlin stellt Canon die neuesten Modelle der Pixma-Familie vor. Bei den Multifunktionsgeräten streicht Canon dabei den Funktionsumfang recht drastisch zusammen. Es scheint als wollte Canon seine anspruchsvolleren Kunden zum Kauf des Top-Modells drängen, indem man den Funktionsumfang der Mittelklasse reduziert.

Der Pixma MG5550 – Nachfolger, aber kein Ersatz für den beliebten Pixma MG 5350

Für uns erscheint insbesondere der Nachfolger des sehr beliebten Einzelpatronen-Einstiegsdruckers MG5350, der MG5550, interessant da wir den noch aktuellen Pixma MG5350 im Sortiment haben und sehr gut verkaufen.
Beim MG5550 kann von einem gleichwertigen oder optimierten Gerät nicht wirklich die Rede sein. Es gibt einige deutliche Abstriche in der Funktionalität.
Nachdem bereits in der 2012er-Generation die hintere Papierzufuhr durch eine zusätzliche kleine Kassette für Postkarten bis zu 13x18cm ersetzt wurde, streicht Canon beim neuen Pixma MG 5550 noch weiter, und es bleibt nur die 100-Blatt-Papierkassette. Ein klarer Minuspunkt für Kunden die regelmäßig unterschiedliche Medien bedrucken.
Ein weiteres Medium, nämlich CD/DVD/BluRay-Rohlinge, lässt sich mit dem MG5550 gleich gar nicht mehr bedrucken. Mag sein, dass viele Nutzer diese Funktion nicht wirklich vermissen werden in einer Zeit in der man sich mehr und mehr von physischen Datenträgern verabschiedet. Andere werden diese Möglichkeit schmerzlich vermissen!
Ebenfalls ersatzlos gestrichen: Der Speicherkartenleser inkl. PictBrigde, dazu kommt eine reduzierte Größe des Displays und eine schlechtere Scanauflösung.

Abstriche auch beim Druckwerk

Doch nicht nur an der Ausstattung setzt Canon den Rotstift an, auch am Druckwerk wurde gespart. Es kommen zwar weiterhin die bereits 2012 eingeführten PGI-550PGBK und CLI-551 Patronen zum Einsatz, allerdings druckt der MG5550 nicht mehr mit 1-Pikoliter-Tröpfchen. Beim MG5550 haben die kleinsten Tintentröpfchen eine Größe von zwei Pikolitern, und die mögliche Druckauflösung wurde von 9.600 auf 4.800 dpi halbiert. Durch diese Änderungen spart Canon je nach Farbe bis zu einem Drittel der Düsenreihen ein. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Drucktempo – beim Fotodruck 10x15cm randlos steigt die Wartezeit auf den fertigen Ausdruck beispielsweise von 20 auf 44sec. Beim Druck auf Normalpapier ist das Drucktempo in etwa identisch mit dem Vorgänger.

Fazit: der »alte« MG 5350 bietet mehr fürs Geld

Auch wenn man nicht alle Funktionen des MG5350 nutzt, so hat man doch immer das gute Gefühl für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Dieses Gefühl bietet einem der Nachfolger MG5550 nicht mehr. In Zukunft wird man in der Pixma-Modellpalette auf das Spitzenmodell zurückgreifen müssen um Funktionen zu erhalten die der MG5350 bietet – in so fern kann der Rat nur lauten: zugreifen, so lange der MG5350 noch zu bekommen ist. Beispielsweise bei uns: http://www.toner-dumping.de/drucker

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Der mysteriöse Tod der schwarzen Düsen

PGBK PGI-5 druckt nicht mehr
Mitunter gibt es ungewöhnliche Fehler an Produkten die so häufig auftauchen, dass man von einem Zufall nicht mehr sprechen kann. Oft fällt dann auch der Begriff der »geplanten Obsoleszenz«: eingebaute Sollbruchstellen, Fehlerquellen etc. sollen die Lebens- bzw. Nutzungsdauer eines Produkts künstlich begrenzen. Womöglich ist uns bei TONERDUMPING gerade eine solche eingbaute Sollbruchstelle begegnet – bei Canon Pixma Druckern.

PGBK – Abschied ohne Vorwarnung

Mein privater, seit Ende 2005 problemloser, Canon Pixma IP 4200 stellte in dieser Woche ohne Vorwarnung den Schwarzdruck ein. Der erste Verdacht: ein verschmutzer Druckkopf. Die einfache Reinigung über die entsprechende Funktion im Druckertreiber brachte jedoch kein Ergebnis.
Als Mitarbeiter von TONERDUMPING hat man natürlich auch noch andere Hilfsmittel in der Schreibtischschublade, und so kam unser Druckkopf-Düsenreiniger zum Einsatz. Dabei fiel etwas entscheidendes auf: an den beim Canon Pixma IP4200 deutlich abgesetzten Düsen für den schwarzen Druckkopf trat durchaus Tinte aus – das wäre sehr ungewöhnlich für einen verstopften Druckkopf – denn es gab im Druck ja keine Streifen oder Aussetzer, pigmentiertes Schwarz fehlte gänzlich.

Reinigung hilft nicht

Der Düsentest den man ebenfalls über die Wartungsfunktionen im Druckertreiber durchführen konnte brachte ein deutliches Ergebnis: die PGBK-Patrone druckt absolut nichts. Keine Streifen, keine Aussetzer, einfach absolut nichts. Was tut man in so einem Fall? Googlen!
Schon beim eintippen des Problems in das Suchfeld bei Google kommt der Vorschlag »PGBK druckt nicht«, ich bin also mit meinem Problem nicht alleine! Nach dem studieren von ca. einem dutzend Foreneinträgen aus aller Welt – zumindest der deutsch- und englischsprachigen – komme ich zu dem traurigen Fazit: keine Abhilfe in Sicht.

Eingebautes Verfallsdatum? Konstruktionsfehler?

In praktisch allen Forenthreads zum Thema kommt als erster Hinweis natürlich die Empfehlung eine Druckkopfreinigung durchzuführen. In keinem der Fälle hat diese jedoch zu etwas geführt. Der nächste Verdacht fiel auf eventuell genutzte kompatible Patronen – kann ich ausschliessen, denn mein Canon hat damit seit Jahren problemlos gedruckt, und in einigen Threads hatten die Nutzer ausschliesslich originale Tinte genutzt.
Interessanterweise hatten in zwei Beiträgen die ich gelesen habe die Nutzer sogar testweise Druckköpfe aus anderen, kompatiblen Druckern eingesetzt und weiterhin das Problem des fehlenden PGBK-Drucks, was ein eindeutiger Hinweis darauf ist, dass das Problem elektronischer Natur ist, und im Drucker selbst sitzt.

Was tun? Neuen Drucker kaufen – irgendwann haben die Geräte ihre Schuldigkeit getan

Nun hat man als normaler Nutzer keine praktikable, sinnvolle Möglichkeit elektronische Fehler in so einem Gerät aufzuspüren, und auch unser Techniker bei TONERDUMPING hat besseres zu tun, als einen wahrscheinlich nicht wirtschaftlich behebbaren Fehler aufzuspüren. Durchgebrannte Computerchips oder andere elektronische Probleme lassen sich meist nicht ohne weiteres kosteneffizient lösen.
Meinen neuen Drucker haben wir selbst zur Zeit im Sortiment: Canon Pixma MG5350. Wieder einen Canon? Ja, denn außer diesem mysteriösen Problem mit der PGBK hatte ich nie einen Grund zur Klage, und was uns im Alltag bei TONERDUMPING so an Fehlern und Problemen mit Druckern anderer Hersteller in der selben Preisklasse begegnet würde den Kauf immer noch rechtfertigen. Es bleibt nur festzustellen: irgendwann ist nun einmal das Ende für ein solches Gerät gekommen – so zufrieden man auch vorher damit war.

Und ein abschliessender Tipp für Betroffene

Tritt dieses Problem zum ungünstigsten Zeitpunkt auf, z.B. am Wochenende, oder am Abend, und man muss dringend etwas ausdrucken hilft ein einfacher Kniff: im Treiber den Papiertyp auf »hochauflösendes Papier« oder »Fotopapier« umstellen, dann wird die »kleine schwarze« genutzt. Die hat zwar keine pigmentierte Tinte im Tank, macht aber einen Ausdruck im Notfall noch möglich!

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Testbericht Epson Expression Premium XP-600

Nr.26 Patronen von TONERDUMPING
Letzte Woche haben wir in unserem Testlabor eingehend mit dem Epson Expression Premium XP-600 beschäftigt. Zum einen wollen wir natürlich immer wissen, wieviele ISO-Seiten mit Originalpatronen und mit den entsprechenden Alternativpatronen gedruckt werden können. Spannend finden wir aber auch, wie sich der Drucker bei einer solchen extremen Beanspruchung verhält.

Der Erste Eindruck ist gemischt:

Positiv ist, dass der Drucker sehr schnell druckt. 32 Seiten pro Minute bzw. für ein 10×15 Foto 20 Sekunden – das sind wirklich sehr gute Werte für einen Tintenstrahldrucker. Beim ISO/IEC 24734-Test schaffte das Gerät zumindest 9 Seiten pro Minute. Die Tröpfchengröße von 1,5pl sorgt für eine sehr hohe Auflösung von 5.760 x 1.440 dpi.

Negativ aufgefallen ist die Papierkassette. Epson gibt an, dass nur 100 Seiten hinein passen, was an sich schon ausschließlich für Heimanwender in Frage kommt. In der Praxis macht die Papierkassette aber schon Probleme, wenn sich mehr als 70 Blätter im Papierfach befinden. Das Handling beim Papiernachfüllen ist zudem umständlich. Wenn man einfach Papier nachschiebt, ist ein Papierstau vorprogrammiert. Daher muss die Papierkassette jedes mal komplett heraus gezogen werden.

Zu erwähnen wäre noch, dass das Gerät sehr stromsparend ist. Im Druck verbraucht es 18 Watt, im Energiesparmodus nur 2 Watt. Der Drucker wird mit Treibern für MacOS 10.5.8 oder höher, sowie mit Windows 7, 7 64Bit, 8, Vista, Vista 64Bit, XP und XP 64Bit ausgeliefert. Angeschlossen wird das Multifunktionsgerät über USB oder WLAN. Über die Cloud arbeitet das Gerät über Epson Connect (zB Email Print), Apple Air Print oder Google Cloud Print. Das Display hat eine 6,3 cm große Diagonale und das Speicherlesegerät funktioniert mit den gängigen SD und MMC-Karten. Eine PictBridge (USB-Eingang für Sticks), Reduzierung des Rote-Augen-Effekts und eine Fotooptimierung gehören zu den Funktionen des Geräts.

Empfohlener Herstellerpreis: 169,99 Euro – die Druckerpatronen sind bereits als Orginalpatronen in den XL-Befüllungen günstig. Das 4er-Original-Set (ohne Fotopatrone, die aber sowieso sehr selten gewechselt werden muss) für den Epson Expression Home XP-600 kostet bei TONERDUMPING zur Zeit ca. 60 Euro. Damit druckt man ca. 600 Seiten. 10 Cent pro Farbseite ist okay. Mit den Alternativpatronen schafft man etwa genauso viele Seiten zum halben Preis – und damit wird dieses Multifunktionsgerät zum Geheimtipp für Sparfüchse.

Bei den Druckerpatronen haben wir erst einmal die Starter-Originalpatronen und kompatible Patronen von Tonerdumping getestet. Die Starterpatronen haben deutlich weniger Tinte als die normalen oder XL-Originalpatronen. Die kompatiblen Druckerpatronen von TONERDUMPING erreichten in etwa die Seitenzahlen der XL-Epson-Tintenpatronen.

Beim Einsetzen der Tintenpatronen ist es übrigens wichtig, dass man zuerst die gelbe Versiegelung der Gegenbelüftung abzieht und erst danach die orangene Schutzkappe der Patrone. Wer es umgekehrt macht riskiert mindestens einen bunten Daumen. Nach dem Einsetzen der TONERDUMPING-Patrone erscheint die Meldung auf dem PC-Bildschirm “Keine Original Epson Patronen eingesetzt…”, diese kann man mit “Fortfahren” bestätigen und es kann gedruckt werden. Eine Füllstandsanzeige wird daraufhin angezeigt. Das Druckbild ist ähnlich wie beim Original kaum ausgefranst und geschlossen. Die Druckqualität der Patronen kann insgesamt mit einem “gut” bewertet werden.

Wenn die Patronen aus dem Drucker genommen werden, sollte die Schutzkappe wieder aufgesetzt werden.

Hier die Ergebnisse unseres Reichweitentests nach ISO/IEC 24712:

Hersteller Patrone Farbe nutzbare Tintenmenge Erreichte ISO-Seiten Verbrauch pro 1000 Seiten
EPSON T26 SETUP BK textschwarz 6 ml 162 37,04 ml
EPSON T26 SETUP PBK fotoschwarz 1,3 ml* 312* 4,17 ml
EPSON T26 SETUP CY cyan 6 ml 312 19,23 ml
EPSON T26 SETUP MA magenta 5,3 ml 290 18,28 ml
EPSON T26 SETUP YE gelb 5 ml 290 17,24 ml
TONERDUMPING 07594 textschwarz 24,5 ml 600 16,8 ml
TONERDUMPING 07593 fotoschwarz 15 ml 783* 2,9* ml
TONERDUMPING 07592 cyan 15 ml 650 10 ml
TONERDUMPING 07590 magenta 15 ml 650 12 ml
TONERDUMPING 07591 gelb 15 ml 783 13 ml

*Der Seitenreichweitentest bei Fotoschwarztinte ist über den ISO/IEC 24712-Test nicht aussagekräftig, da mit dieser Vorlage kaum Fotoschwarztinte verbraucht wird. Beim Testende war die Fotoschwarztinte nicht leer gewesen. Der Test sagt bei dieser Patrone nur aus, wie wenig Tinte nach der gedruckten Seitenzahl verbraucht wurde.

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